Urlaub Obedience Urlaub - über Polen nach Schweden und wieder retour

Ach schön wars endlich wieder mal richtig unterwegs zu sein. Mit fast allem dabei, was das Herz begehrt: Sandstrände, Meer, Obedience, megagutem Essen, wunderbaren Menschen, Natur, Stadt.... 

 

Bin noch immer etwas überwältigt von den vielen Eindrücken der letzten beiden Wochen und werde euch hier eine kleine Zusammenfassung präsentieren.

Allein schon deshalb, weil ich im Netz nur negatives über Stockholm mit Hund gefunden habe, von wegen Hunde dürfen nicht mal draußen in Restaurants mitkommen bzw. sind überhaupt nirgends willkommen... gleich vorweg, ich kann Hundebesitzer beruhigen. Stockholm ist eine äußerst hundefreundliche Stadt, zumindest haben wir keinerlei schlechten Erfahrungen gemacht, ganz im Gegenteil, wir waren in den meisten Restaurants auch im Innenbereich immer herzlichst willkommen, aber dazu später.... jetzt beginnen wir mal chronologisch... 

1. Halt Gdynia

Ich muss gestehen, Matthias und ich haben es uns richtig gut gehen lassen. Schon vorweg haben wir wirklich gute Hotels gebucht. Für unsere Unterkunft in Polen haben wir uns das Courtyard direkt am Hafen von Gdynia ausgesucht. Hier war wirklich alles vom Feinsten. Wunderbares Frühstück (mit sehr vielen Soldaten aus Amerika, war teilweise wie aus einem Film), tolle Aussicht und sehr nette Leute am Empfang und im Restaurant. Auch mit Pip war es überhaupt kein Problem. Sie durfte mit in die Bar, auf die Dachterrasse... beim Frühstück habe ich anfangs auch andere, kleine Hunde gesehen, aber wir haben Pip hier vorsichtshalber im Hotelzimmer untergebracht und ihr eigenes Frühstück genießen lassen. 

 

Gdynia ist eine überaus nette Stadt. Matthias war sehr begeistert von der "Bauhaus"-Architektur. Wir haben immer ausgesprochen gut und günstig gegessen, auch dank der Empfehlungen von Magdalena (thx Magdalena for the super recommandations of the restaurants ;) ). 

2. Gdansk

Ich liebe Danzig einfach. Keine Autos in der Innenstadt, wunderschöne Häuser und Schiffe. Wir hatten leider etwas Pech mit Pip, da wohl ein mega riesen Event in der Stadt stattfand. Es waren tausende Stände mit allem was das Herz begehrt (Hundebetten, Kinderspielzeug, Kochlöffel, Kleidung,...) in der ganzen Stadt verteilt und dementsprechend viele Menschen. Pip hat jedoch wirklich tapfer durchgehalten. 

3. Polens Strände (von Gdynia über Sobot bis Rewa)

Wenn ich nicht schon mal hier gewesen wäre, hätte ich es nicht geglaubt. Es gibt unbeschreiblich schöne, ewig lange und wirklich saubere Sandstrände in Polen. Ich muss zugeben, die waren alle mega voll und wir hatten den einen Tag am Hundestrand, den wir fast für uns alleine hatten, einfach etwas Glück, da das Wetter nicht ganz so toll war. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die Ostsee in Polen eine wirkliche Alternative zu Kroatien und Co ist. Vor allem mit Kleinkindern. Man muss ewig gehen, damit das Wasser tief wird, die Sandstrände sind wie bereits erwähnt wirklich sauber und wunderschön und das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach ein Traum. Wir haben schon ewig nicht mehr so gut und günstig gegessen. 

4. Obedienceseminar mit Joanna und Magdalena

Leider habe ich vor lauter mitschreiben, Infos aufsaugen und selbst trainieren kaum Fotos vom Seminar gemacht. Aber es war wie immer unglaublich gut und ich kann ein Seminar bei Beiden nur jedem ans Herz legen, der Interesse an Obedience hat. Ich war bestimmt schon auf mehr als 4 Seminaren bei ihnen und komme trotzdem jedesmal mit neuen, guten Ideen nachhause. Joanna and Magdalena it was amazing and a pleasure :). 

5. Überfahrt von Gydnia Polen nach Karlskrone Schweden

Wir hatten im Vorfeld ein paar Probleme mit einer Buchungsfirma, weshalb wir für die Hinfahrt keinen Platz mehr mit Hund direkt nach Stockholm bekommen haben und somit nach Karlskrone fahren mussten. Die Fähre von StenaLine war sehr schön. Unser Zimmer jedoch über dem Motor und deshalb extrem laut, aber war ja nur für eine Nacht. Pip durfte bis aufs Restauraunt eigentlich überall mit, auch ohne Maulkorb. 

6. Stockholm

Was ich lieb...

... die Freundlichkeit der Menschen, das unglaublich gute Essen, die Architektur, die Sofos, die familiäre Umgebung, die öffentlichen Verkehrsmittel, das auch Fähren zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zählen, die Natur in der Stadt, die Sauberkeit, die Rücksichtnahme, nochmal das Essen (weil es wirklich soooo gut war), die Hundefreundlichkeit, das Wasser überall, ... 

 

und was ich hass...

... eigentlich nur die Preise :P und vielleicht ein wenig das Wetter (obwohl es für Sightseeing echt perfekt war, nur als alle anderen hier zuhause schwitzten, sind wir mit langer Hose und Pullover herumgegangen).

 

Stockholm ist jedenfalls für jeden eine Reise wert. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und die moderne Architektur einfach nur stilvoll und unaufdringlich schön. Die Menschen waren unglaublich freundlich und offen und man hat einfach kein Hundstrümmerl in der ganzen Stadt gefunden, trotz Hunden und keinen öffentlichen Sackerlspendern ;)...

 

Ich möchte hier speziell auf Stockholm mit Hund kurz eingehen. Ich habe ja oben bereits erwähnt, dass ich im Vorfeld fast nur negatives über Stockholm mit Hund gelesen habe, deshalb hier ein kleiner Erfahrungsbericht meinerseits:

Im Hotel waren wir nicht die einzigen Gäste mit Hund, es war etwas außerhalb, in einer mit neuen Wohnhausanlagen bebauten Umgebung, gleich neben einer Skipiste und Nationalpark. Trotzdem nur ca. 20 min. mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von der Innenstadt entfernt. Hier waren vor allem Jungfamilien mit Hunden angesiedelt. Mir ist aufgefallen, dass sehr viel Wert auf angeleinte Hunde gelegt wird und dass sich Hunde an der Leine  nicht beschnuppern. Der Hund fährt überall kostenlos mit, sei es in öffentlichen Verkehrsmitteln oder am Schiff, als wir einen Ausflug zu den Schäreninseln gemacht haben. Gegenseitige Rücksichtnahme wird hier groß geschrieben, deshalb wurde uns bereits im Hotel mitgeteilt, dass Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln nur in für Hunde gekennzeichnete Wagons (bei Straßenbahn und U-Bahn) bzw. ganz hinten im Bus mitfahren sollten. Auch Maulkorb wurde nirgends verlangt. 

 

Anfangs haben wir Pip immer im Hotelzimmer gelassen, als wir Abends Essen gingen. Die letzten Tage war sie dann jedoch immer mit und wir hätten sogar mit ihr ins Restaurant gehen dürfen. Hundeschüsseln waren fast in jedem Restaurant draußen aufgestellt. Auch in Nichtlebensmittelgeschäfte durfte sie großteils mit hinein. Museen natürlich nicht, aber wo geht das denn schon? 

Wir wurden oft auf Pip angesprochen (allerdings hauptsächlich von Briten, die ihren eigenen Hund zuhause gelassen haben und soo sehr vermissen) und Kinder haben auch immer sehr höflich gefragt ob sie Pip streicheln dürfen. 

 

Also wenn ein Hund es aushält, ist Stockholm wirklich eine sehr hundefreundliche Stadt. Nun komm ich jedoch zum Punkt - wenn er es aushält. Pip war die ersten Tage wirklich tapfer, aber mit jedem Tag in der Stadt, hat man einfach gemerkt, dass es ihr zuviel wird. Der Verkehr, die vielen Menschen, überall Baustellen und am allerschlimmsten, das Brustgeschirr. Sie ist es einfach gewohnt im Wald ohne irgendwas mit uns spazieren zu gehen und das war in Schweden einfach nicht möglich. Im Sommer herrscht überall, ja, auch im Wald, Leinenpflicht und wir haben uns nur ganz ganz selten nicht daran gehalten. 6 Tage waren dann einfach etwas zu viel für das kleine tapfere Bordertier. 

 

 

7. Heimfahrt und Zuhause

Die Heimfahrt war dann leider noch etwas mühsam. 19 Stunden Fahrt mit der Fähre von Stockholm nach Danzig. Das einzige Klo für Hunde - eine 1m² große Sandkiste, in welche sich jemand übergeben hat... somit 19 Stunden kein Lulu für Pip. Der Wellengang war ziemlich stark. So stark, das Pip und ich (hauptsächlich wegen Pip) nicht schlafen konnten und ich noch den gesamten nächsten Tag Schwindelgefühle hatte. Nach der Fährenfahrt, kamen noch 10 Stunden von Danzig mit dem Auto nachhause. Um Mitternacht sind wir dann endlich zuhause angekommen. 

 

Am nächsten Tag wurden wir bereits von unseren Hühnern freudigst begrüßt... ja, die sind wirklich auf uns zugerannt gekommen und haben sich streicheln lassen. 

Nele ist nun auch wieder zuhause!

 

Eine kleine Anekdote über Nele, die mir meine Mama (dort war sie auf Sommerfrische) erzählt hat: Nele bellt vom Zaun aus alles und jeden an, egal ob Fahrradfahrer oder andere Hunde, egal ob große, kleine Hunde, Motorradfahrer oder Autos - wirklich alles wird verbellt...

Eines Tages hört meine Mama Nele winseln und rennt raus und sieht, dass sie einen Hund auf der anderen Straßenseite angewimmert hat und nachgegangen ist... der Hund hat ausgesehen wie Pip... meine nicht wirklich Gefühle-zeigen-könnende Nele hat Pip wohl doch wirklich vermisst. Somit freuen wir uns alle umso mehr wieder zusammen zu sein. 

 

Eure Creek and Stones