Hüteurlaub in Frankreich

Die Hinfahrt

Pip und ich waren wiedermal unterwegs. Diesmal ging es (auch wiedermal ;) ) nach Frankreich zu Sabine Ehlers, Caninature. Da es doch über 12 Stunden Fahrt sind, habe ich einen Zwischenstopp noch in Deutschland, aber direkt an der französischen Grenze eingelegt. 

 

Nachdem ich gegen 17 Uhr in Homburg (eigentlich Nebenort, dessen Name ich vergessen habe) angekommen bin und mir noch so dachte, irgendjemand wohnt hier - kam es mir plötzlich. Karin mit ihren zwei Buben Smash und Tadgh sind von hier. Also hab ich sie spontan angeschrieben (finde ihre Rüden ja total toll auf den Bildern) und schon haben wir uns für den nächsten Tag, einen Spaziergang ausgemacht. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Trip sein, da ich ja noch 6 Stunden zu fahren hatte, aber irgendwie haben wir uns verplaudert und nach etwas über 2 Stunden waren wir dann doch wieder bei den Autos. Was für ein toller Start in eine wunderschöne Urlaubswoche :) (Danke Karin und du hast da zwei wundervolle Jungs - Pip und ich sind noch immer ganz hin und weg!)

Caninature - die Ankunft

Nach  sechs Stunden Fahrt, sind wir dann endlich bei Sabine angekommen. Ich muss ja gestehen, ich liebe französische Autobahnen - schweineteuer, ja, aber dafür hat man sie für sich ganz alleine. Die erste Nacht war das Zimmer noch nicht frei, weshalb wir im Wohnwagen übernachten durften. Ziemlich eng und stickig, die Vorgängerin hat wohl auch nicht viel Wert auf Sauberkeit gelegt aber dafür hatten wir einen ganzen Garten für uns - inkl. Flussanschluss, den Pip gerne zum Schwimmen annahm. 

Caninature - Hüteteil

Die erste Einheit an den Schafen war naja - sehr ausgezeichnet haben wir uns nicht. Wir bekamen die Order von Sabine an den Grundlagen zu arbeiten, die hätte ich wohl übersehen und gleich weitergemacht, ohne die Basics grundlegend zu verstehen. Sie hatte recht. In dieser Woche lernten wir von Sabine Schafe kennen. Alte Schafe, nette Schafe, schnelle Schafe, ein paar Schafe, ganz viele Schafe... und überall hat sie anfangs immer nur die Basics von  Pip und mir verlangt. 

 

 

Am Ende der Woche hat mir Pip jedenfalls schon über 100 Schafe per Outrun geholt und wir haben sie von Feld zu Feld  getrieben, grasen lassen und wieder zurück gebracht, eingepfercht, ausgepfercht,... es war einfach toll und ich bin auch wirklich stolz auf unsere Fortschritte. Jetzt heißt es dran bleiben. Vielen Dank an dich Sabine für deine Geduld mit uns und den tollen Tipps!

Caninature - Alltag

Gleich am zweiten Tag meiner Ankunft bekam ich Unterstützung von zwei supernetten Mädels aus Italien. Paola und Annalisa, die mich sofort in ihren Alltag eingebunden haben und mich jeden Tag abwechselnd bekocht haben. Ich bin mir allerdings auch ziemlich sicher, dass sie niemals etwas gegessen hätten, was ich zubereitet hätte :P - Italienisches Essen ist eben einfach das Beste ;) ! 

 

Auch wenn es ein paar Sprachbarrieren gab, haben wir uns trotzdem sehr gut verstanden und viel gemeinsam unternommen. Wir waren in Paris, haben bei den Schafen geholfen und sind auch gemeinsam, ohne Sabine zu den Schafen trainieren gefahren. Ich war jedenfalls sehr froh, zwei so nette Leute vor Ort zu haben. 

Paris

Samstags gönnten wir uns eine Hüteauszeit und besuchten Paris. Die Hunde wurden gut versorgt bei Sabines Mann zurückgelassen und wir machten uns auf den Weg. Ich bin ja immer gern etwas überpünktlich, nicht jedoch die beiden Damen. Punktgenau kamen wir am Bahnhof an und rannten zum Zug - ohne Ticket. Wir beschlossen auf den Schaffner zu warten, da wir andernfalls über eine Stunde auf den nächsten Zug nach Paris gewartet hätten. Nach 10min. im Zug ohne, dass dieser gefahren ist, hat uns eine nette Dame darauf hingewiesen, dass dieser Zug defekt ist und wir umsteigen müssen. Ich habe hier gleich die Chance gewittert ein Ticket zu kaufen, aber die Dame meinte noch - wenn Zug gewechselt wird, braucht ihr kein Ticket, da wird nicht kontrolliert. Mir rann der Schweiß von der Stirn, mein Herz pochte... über eine Stunde in einem Zug ohne Ticket, doch die Dame hatte recht, niemand hat uns kontrolliert. In Paris angekommen, wollten wir den Bahnhof erkunden - doch um rauszukommen, braucht man ein Ticket. Meine beiden Begleiterinnen blieben ziemlich cool "no problem, we know this from Milan"... wir gingen also in Richtung Toilette und als hätten sie es gewusst, war dort ein Tor offen und wir konnten hinaus. Diese Nerven - ich weiß noch immer nicht, ob sich diese 15 € wirklcih dafür ausgezahlt haben :P . 

 

Paris ist jedenfalls wunderschön. Man braucht nur etwas mehr Zeit als einen Tag, so war es doch ein sehr oberflächlicher Ausflug. Werde es mir aber sicher nochmal mit Matthias ansehen. 

 

 

Beim Zurückfahren haben wir übrigens ganz brav ein Ticket gekauft :P

Heimfahrt - Zwischenstopp

Da ich eigentlich dachte, es liegt am Heimweg, hab ich mir noch einen Rüden für Pip angesehen. Ich hab noch vor der Fahrt nach Frankreich ein Hotel für 2 Nächte gebucht. Am letzten Tag in Frankreich hab ich mich mal informiert, wie lang ich dort hinfahre - insgesamt waren es drei Stunden mehr Fahrzeit :O ... 

 

ABER, es hat sich jedenfalls ausgezahlt. Twm ist wirklich ein ganz toller Rüde. Es war ein sehr schöner Nachmittag voller Border Collie und Schafe - Gespräche mit Claudia. Den Bodensee, welcher nur 30min. entfernt war, hab ich aufgrund der zahlreichen Baustellen (die mich und mein Navi fast in den Wahnsinn getrieben haben) ausgelassen. Aber wer weiß, vielleicht sind wir ja bald mal wieder vor Ort.